Mittwoch 10. Juni 2009 Gruesse an die Casa Calfelor aus Kanada!

Von: Christian Woelbeling
Soweit das Auge reicht

Soweit das Auge reicht

Ruhe vor dem Sturm

Ruhe vor dem Sturm

Ein Schwarzbaer auf Krabbenfang

Ein Schwarzbaer auf Krabbenfang

Das Salmon Barbeque der Ureinwohner

Das Salmon Barbeque der Ureinwohner

Zu unseren Spitzenzeiten in British Columbia hatten wir Geld, ein Auto und jede Menge Spass. In den Kneipen nannten sie uns die “Pitcher Guys“. Nicht, weil wir Pitcher tranken. Denn das ist normal in Kanada. Wir haben uns schlicht und einfach keine Gläser dazu geben lassen. So war das Problem des fehlenden Stiefels geklärt. Was brauchen fünf Wandergesellen noch? Einer brauchte ne Frau, zwei andere zu jedem Essen Burger, einer hätte am liebsten fünf Nicotinpflaster gleichzeitig auf dem Arm gehabt und der Letzte, der trug jeden Abend brav  sein Geld in die Kneipe. Mit der Arbeit hat es geklappt, immer mal wieder, kleine Happen, Zeit zum Dasein, schnell gemachte Knete und immer ein neues Flair der uns umgebenden Natur. Die ist hier in Kanada was wir überwältigend und atemraubend nennen. Die Kanadier sagen dazu übrigens: Awessome!

Als sich dann unsere Wege trennten, kamen die einen mit letztem Würgen eines sich längst verflüchtigenden Fahrzeugs am Anfang der Reise an, einer blieb da wo er war und die beiden Anderen trampten nun weiter. Nach einer langen Fährfahrt vom Ende Vancouver Islands zurück zum Festland durchtrampten sie den Highway der Tränen, mit mehr Staub in den Lungen als der frisch gebackene Müllergeselle und genossen den Reiz eines Ankers junger kanadischer Kultur. Damit muss die weisse Kultur gemeint sein, denn die Kultur der  Ureinwohner Kanadas ist strahlender als jeder Schussnagel und älter als die guten Plywoodplatten. Was kam eigentlich nach dem Goldrausch? Die Holzindustrie und der Strassenbau. Auf genau diesen treiben sich auch heute noch zwei Wandergesellen herum. Immer mit der Nase im Wind, wo nach dem Geruch von brennendem Wald schon wieder der Pazifik mit seiner salzigen Brise lockt.

Und ganz weit im Westen und ein kleines Stück kürzer in Richtung Osten wartet Rumänien auf die Gesellen, mit seiner Ciorbă und den Frauen, die ihre Schönheit gern zur Schau tragen. Mit solchen Aussichten fällt es leichter Kanada zu verlassen!