Dienstag 04. August 2009 Ein Kurzurlaub

Von: KlimBim
Zünftig vor dem Handwerkerhaus

Zünftig vor dem Handwerkerhaus

Mittelalter

Mittelalter

Arcatia

Arcatia

Peninsula

Peninsula

Es war Freitagnachmittag, als Pascal und ich uns auf den Weg machten, die Umgebung zu erkunden. Ideen waren vorhanden, Pläne nicht, in dem Wissen, das Unerwartete auf uns zukommen zu lassen, statt sich diese Freiheit durch Planungen zu verbauen. So verließen wir also die Stadt Richtung Norden…

Nachdem uns ein siebenbürgischer Landarbeiter mitgenommen hatte und in einem kleinen Dorf absetzte, hielt das nächste Auto an, ohne dass wir getrampt hätten. So kamen wir gut nach Sigişoară. Eine schöne kleine Stadt, in der man die romantischen Zeiten vergangener Tage sieht und spürt. Leider war es das Wochenende des dortigen Mittelalterfestivals, das zwar recht interessant mitzuerleben war, uns aber mehr an eine Art Oktoberfest und Bierzeltgelage erinnert hat, als an ein Mittelalterfestival.

So kam es dazu, dass wir auch nicht die ganze Nacht dort verweilen wollten und uns am späten Abend noch auf den Weg Richtung Târgu Mureş machten, um das Festival Peninsula zu besuchen. Auf einem Hügel zwischen Feldern und Bäumen nahe dem Ort Acăţari schlugen wir unser Nachtlager auf. Zuerst unter dem Sternenhimmelbett, doch als die ersten der unzähligen wilden Hunde verjagt werden mussten, bauten wir uns doch das mitgenommene Zelt auf, um ruhiger schlafen zu können.

Bis in die Stadt war es dann am nächsten Morgen nicht mehr weit und unterwegs hörten wir einige Geschichten und Anschauungen der ungarischen Minderheit in Transsilvanien. Gerade aus dem Auto aussteigend lief uns Govinda, in die Arme, ein alter Freund, ein Australier, den Christian, Robert und ich letzten Herbst in Sofia getroffen hatten (vgl. Oktober 08: Auszüge aus der Odyssee durch drei Kulturen).

Unglaublich scheint es manchmal, wie das Schicksal Menschen immer wieder zusammenführt, an anderen Orten, zu anderen Zeiten. Auf dem Festivalgelände wurden wir auch direkt entdeckt von Nina, Architekturstudentin in Timişoara, die wir kurzerhand mitnahmen. Einen Tag zur Nacht gemacht, auf einem ruhigen Platz mitten auf dem Festivalgelände und noch das letzte Konzert am nächsten Tag mitgenommen, bevor wir uns, nach einem Abreisebier zu später Nachtstunde in einen Lift nach Cluj begaben…

Dort angekommen bestand unser Tagesablauf aus Ausschlafen, Stadtanschauen und nachdem wir das wohl beste Restaurant der Stadt gefunden hatten aus einem Partyabend, der darauf zurückzuführen war, dass wir von einigen Deutschen dort erkannt worden waren, die uns gleich einluden, mit ihnen zu feiern…

Leider mussten wir am Dienstag wieder in Sibiu sein – aber die nächste Reise kommt bestimmt!


Kategorie: Berichte