Freitag 10. September 2010 Sibiu in Hand der Gesellen
Von: Michael PfiffnerBau einer Ballista
Auch dieses Jahr haben sich zwei Gesellen aufgemacht, um die Stadt Sibiu vor den fiesen Touristen (Terroristen), die die Stadt schon seit Jahren belagern, zu befreien.
Wir haben uns von den Römern die Baupläne der Ballista angeeignet und sind vom 28. Juni bis zum 18. August mit der Planung und dem Bau der Ballista beschäftigt gewesen.
Die Miliz hat uns den Schießplatz zur Verfügung gestellt, um die Ballista zu testen, bevor wir sie dann auf dem Marktplatz zum Einsatz bringen.
Anreise
Die Fremden Freiheitsbrüder Michael Pfiffner und Jan Zielske sind seit dem 10. Juli in Hermannstadt auf der Suche nach einer Werkstatt, um dort die Ballistateile herzustellen. Vor Ort haben sie dann den Einheimischen Freiheitsbruder Ed Chamrsky getroffen, der dann promt seine Werkstatt zur Verfügung gestellt hat.
Bau und Material der Ballista
Wir sind jetzt seit einer Woche hier in Sibiu und haben die technischen Zeichnungen und Materiallisten fertig. Michael ist mit Ed zum Holzhändler, um das Holz zu holen.
Ich glaube, es weiss jeder, der in einem anderen Land eine Baustelle hochgemacht hat, dass man meist nicht bekommt, was man möchte.
Das macht aber nichts, deshalb ist man ja auf Tippelei.
Wir kommen sehr schnell voran. Die Schweizer Abrichten,- Dicktehobelmaschine ist im Dauereinsatz.
Ein paar Maschinen haben uns sehr bei Bearbeitung von den grösseren Teilen geholfen.
Wie man sieht, können wir aber auch sehr gut von Hand Arbeiten. Stundenlanges Zapfenlöcher und runde Löcher stemmen, Überblattungen ausarbeiten und viele andere schöne Arbeiten, trieben uns den Schweiss aus der Stirn.
Es gab aber auch Probleme, wie dass die Leimfugen nicht halten, da es in Rumänien keinen richtigen Leim gibt. Dieses Problem wurde dann Fix mit Gewindestangen gelöst, mit der wir die verleimten Hölzer zusätzlich unterstützten.
Wir können jetzt endlich die Tonsoren zusamenbauen.
Der Schmied hat für uns gleichzeitig die Beschläge und die Aufhängung geschmiedet, so wie die Tonsorendeckel geschliffen und Bolzen hergestellt.
Wir können nun endlich die Ballista zusammenbauen, um zu sehen ob alles passt. Mittlerweile haben wir auch einen Termin mit der Militz ausgemacht, um die ersten Probeschüsse zu machen.
Das Probeschiessen
Am Tag des Schießens haben wir einen VW-T2 Bus bekommen, um die Ballista zum Milizplatz zu fahren. Dort bauten wir die Ballista auf und haben 25 mal geschossen. Beim letzten Schuss sind wir mit Überlichtgeschwindigkeit bis zu 120 Meter weit gekommen.
Auf dem Mittelalterfest haben wir die Ballista natürlich auch aufgestellt. Auch das Katapult vom letzten Jahr wurde wieder hingestellt und wir lieferten uns ein lustiges Wettschiessen quer über den Platz. Letzteres haben wir natürlich gewonnen, dabei aber fast einen Töpfererstand kaputtgeschossen.
Es ist geschafft, wir haben die Stadt von den Touris gesäubert.
FFB Jan Zielske




