Mittwoch 06. Juli 2011 Treffen in Tours 2011
Von: KlimBimDie Dritte Reise von Frankreich zur Casa Calfelor
Dies ist der Part der Geschichte, der sich am Samstag den 2., sowie Sonntag den 3. Juli in Tour abspielte. Es ging darum, dass sich deutsche Wandergesellen nun schon zum dritten Male (2009 Marseille, 2010 Toulouse) zusammenfanden, um unsere lieben Brüder aus Frankreich abzuholen und dabei auch über ihre Art der Reise zu lernen, die Compagnonnage kennenzulernen. Zu diesem Anlass keimte einige Monate vorher der Gedanke auf, dass man dieses, schon zur Tradition gewordene Treffen gleichzeitig zum CCEG-Sommertreffen erklären könne und unser Freund, langjähriges Vereinsmitglied und stets im Dienste der Casa Calfelor stehende Compagnon Jean-Baptiste Ferrari scheute keine Mühen, dies zu organisieren und sogar einen Charly (den ersten bekannten der französischen Geschichte) dafür zu machen.
So reisten am Freitag Abend die ersten Gesellen im Hause der Féderation Compagnonnique des Métiers du Bâtiment zu.
Am Samstag trafen weitere Gesellen und auch Compagnons, bzw. Itinérants ein, um dem Treffen beizuwohnen und um den weiten und abenteuerreichen Weg ins entfernte Siebenbürgen einzuschlagen. Am selbigen Tage hatten die zugereisten Gesellen die Gelegenheit, nicht nur im Hause der FCMB, sondern auch im Musée de Compagnonnique (Compagnon-Museum) viel über den Weg des Compagnons zu lernen, der so gleich und doch so anders ist…
Auf dem Rückweg vom Museum haben wir noch die Association Ouvrière des Compagnons du Devoir dazu eingeladen, einen bisher nie dagewesenen Abend mit uns zu verbringen, und so waren wir nun komplett – mit Vertretern der Federation, der Association, der Union Compagnonnique, sowie des Rolandschachtes, den rechtschaffenen fremden Maurern und Steinhauergesellen und Freireisenden. Das Eindruckvollste an der Geschichte aber bleibt wohl, dass dieses Treffen mithilfe des Casa-Calfelorischen Gedankens das wahrscheinlich Erste in der Geschichte des reisenden Handwerks wurde, dass die drei grossen Organisationen unserer europäischen Nachbarn vereint an einem Tisch sitzen liess, und wir mittendrin (Dazu muss gesagt werden, dass Tours die einzige Stadt Frankreichs ist, in der sich diese drei Organisationen gut verstehen). In vielen Gesprächen kam man sich näher und die Belange des elften Paragraphen sollten auch nicht zu kurz treten.
Am Sonntag dann kam die Abreise und die Stunde der langersehnten Ungewissheit für einen Zimmerer der Féderation, der in die Obhut zweier Rolandsbrüder gegeben wurde und für einen Steinmetzen der Union Compagnonnique, der mit 2 Rechtschaffenen abreisen durfte. Am 13. Juli wird sich noch eine weitere Reisegruppe, bestehend aus 2 Itinérants der Union, sowie 2 Rechtschaffenen zusammenfinden, um ebenfalls den Weg in unser gelobtes Sibiu anzutreten.
Wir freuen uns auf ein gelingendes Projekt und auf ein eindruckvolles Jahr 2011…
Stefan Walter, einh. Klavier und Cembalobauer




