Verein zum Erhalt der Gesellenherberge in Hermannstadt und zur Förderung europäischer Handwerkstraditionen

Im Jahre 2002 reisten seit langer Zeit erstmals wieder fremdgeschriebene Handwerksgesellen in Hermannstadt/Rumänien zu. Sie kamen durch die Suche nach einem Nachtquartier mit dem evangelischen Stadtpfarrer in Kontakt.
Bald darauf wurde das Haus am Piaţa Huet 3 erstmals wieder, wie in früheren Jahrhunderten, von Wandergesellen bewohnt. Das Haus über der Sargstiege von der Unter- zur Oberstadt, war schon zu früheren Zeiten eine Herberge von reisenden Handwerksgesellen. Es wurden in Sibiu schon die Nachweise von über 30 verschiedenen und zu früheren Zeiten existierenden Handwerkszünften gefunden.
Von 2002 an reisten nun, mehr oder weniger regelmäßig, wieder Wandergesellen nach Hermannstadt, und arbeiteten des öfteren für die evangelische Kirchgemeinde, welche die Besitzerin des Hauses ist.
In der folgenden Zeit wurde auch mehrfach für ansässige Handwerker, an der Herberge oder Projekte vor Ort gearbeitet. Oft wird die Herberge auch nur zum Aufenthaltsort von Gesellen genutzt, die sich gerade auf der Durchreise befinden.
Mit der Osterweiterung der EU, wurde der Standort Hermannstadt/Rumänien auch für Investoren und dergleichen interessant. In Rumänien und insbesondere in und um Hermannstadt blüht die Wirtschaft wieder auf. Nicht zu vergessen, dass Hermannstadt die Europäische Kulturhauptstadt 2007 war und von der EU deswegen einen besonderen Augenmerk und einige Gelder bekam.
Die Idee, einen Verein zu gründen entstand schon im Frühjahr 2007, als einigen Wandergesellen bewusst wurde, dass sie sich in Zukunft mehr um die Herberge kümmern sollten und das neu entstandene Gebrauchsrecht der Gesellenherberge mit der evangelischen Kirchgemeinde klären müssen.
Damit die mit solch einem Projekt verbundenen Pflichten erfüllt werden können und die Herberge auch kommenden Reisegenerationen zu Verfügung steht, wurde am 29. Juni `07 der „Verein zum Er- und Unterhalt der Casa Calfelor Sibiu - Gesellenherberge Hermannstadt - Maison des Compagnons Sibiu“ gegründet, und ist mit der ersten Mitgliederversammlung am 23. Juli `07 bestätigt worden. Auf der Grundlage dieses Vereins ergeben sich Möglichkeiten, die vorher nicht realisierbar gewesen wären.
So kümmert sich Dieser um den Erhalt, Unterhalt und Ausbau der Gesellenherberge „Casa Calfelor“. Desweiteren stellt er den Kontakt zwischen den reisenden und rumänischen Handwerkern her, und ermöglicht so einen besseren Austausch und Zusammenarbeit an Projekten.
Als erste Herberge, die sich weder auf deutschem-, schweizer-, noch auf französischem Boden befindet, hat sich hier der Austausch und die Zusammenarbeit von den meisten verschiedenen Gesellenvereinigungen ob deutsch oder französisch entwickelt.
Somit konnten im Sommer 2007 eine Herbergsbaustelle und eine Schauwerkstatt mit 60 teilnehmenden Gesellen und Compagnons in 14 verschiedenen Handwerksberufen über den Zeitraum eines Monates realisiert werden.
Der Verein „Casa Calfelor Sibiu“ lädt zum Einen alle traditionell reisenden und einheimischen Handwerksgesellen, sowie an dem Projekt interessierte Menschen dazu ein, dem Verein beizutreten.
Den Gesellen empfehlen wir die Zureise zur Gesellenherberge und das Arbeiten in Hermannstadt (der evangelischen Kirchgemeinde ist es ein Anliegen selbständig arbeitende Gesellen in verschieden Gewerken einzustellen) und Umgebung. Für Menschen, die am Projekt interessiert sind: Scheut euch nicht die Gesellen in der Stadt anzusprechen =)
Im Namen des Vereins
Evi, frd. Schmiedin im Freien Begegnungsschacht
Stefano, einh. freigereister Spengler
Den Gesellen empfehlen wir die Zureise zur Gesellenherberge und das Arbeiten in Hermannstadt (der evangelischen Kirchgemeinde ist es ein Anliegen selbständig arbeitende Gesellen in verschieden Gewerken einzustellen) und Umgebung. Für Menschen, die am Projekt interessiert sind: Scheut euch nicht die Gesellen in der Stadt anzusprechen =)
Im Namen des Vereins
Evi, frd. Schmiedin im Freien Begegnungsschacht
Stefano, einh. freigereister Spengler
